Verständlich erklärt – Basiswissen für Ihr Apothekenmarketing

Wir bringen fundiertes Marktwissen und tiefgehende Datenanalysen mit, die speziell auf den Apothekenmarkt zugeschnitten sind. Wir stehen Ihnen mit unserem Know-how jederzeit zur Verfügung.

Die Preiselastizität ist ein sehr wichtiger Faktor für die Umsatzsteigerung im Sinne einer gewinnbringenden Preiskalkulation. Sie präsentiert die Bedürfnisse der Kunden und gibt an, wann Preisänderungen toleriert oder abgelehnt werden.


Wie stark reagieren Ihre Kunden auf welche Preisänderungen? Eine niedrige Preiselastizität bedeutet eine hohe Akzeptanz auf Preiserhöhung seitens der Kunden. Bei solchen Produkten ist das Angebot auf dem Markt oder im naheliegenden Umfeld eingeschränkt, die Nachfrage aber groß. Beispiel: Denken Sie zurück an den Ausbruch der ersten und zweiten Coronawelle. Wie viel höher konnten Sie den Preis für Desinfektionsmittel oder Masken ansetzen? Im Supermarkt wäre die gleiche Ware günstiger erhältlich gewesen. Doch spätestens um 10 Uhr waren die Regale leer. Fazit: Begehrte Produkte ermöglichen eine höhere Preiskalkulation.


Die mittlere Preiselastizität gilt für Produkte, die in der Präsenzapotheke gerne gekauft werden. Hier werden höhere Preise als bei Versandapotheken akzeptiert, die Spanne sollte aber nicht zu hoch sein. Es sind Produkte, bei denen man sich nicht auf Zeitungswerbung verlässt, sondern das persönliche Gespräch sucht. Beispiel: Basispflege bei Neurodermitis. Diese Menschen sind sehr empfindlich und brauchen eine individuelle gut verträgliche Pflege, um akuten Krankheitsschüben vorzubeugen. Zudem sind häufig auch Kinder betroffen, hier legen die Eltern Wert auf beste Beratung und gute Qualität. Chronisch Kranke suchen die Beratung in der Apotheke und bestellen Pflegeprodukte nicht im Internet, wenn die Preisdifferenz nicht allzu groß ist.


Was ist mit der hohen Preiselastizität? Hier kennt der Kunde die Marktpreise und weiß genau, was er will. Er toleriert keine höhere Preiskalkulation. Beispiel: Cetirizin Tabletten gegen Allergien – hier braucht der Kunde keine Beratung und möchte das günstigste Produkt. Hier sollten Sie Aktionspreise einsetzen.


Die Preiselastizität ist von Apotheke zu Apotheke verschieden. Sie hängt unter anderem vom Standort ab: am Flughafen werden andere Preise akzeptiert als in der Stadt- oder Landapotheke. Und sie hängt von der Zielgruppe und den aktuellen Trends ab. Wenn Sie gewinnbringend damit arbeiten möchten, müssen Sie schnell und situationsbedingt reagieren. Solvena TruePrice ermöglicht Ihnen, auch im stressigen Alltag in kürzester Zeit eine Analyse zu starten und zu reagieren. Sie können dann die Preisgestaltung anpassen, Ihr Team und das Warenwirtschaftssystem setzen die Änderungen dann um. Nutzen Sie das große Datenvolumen des Solvena TruePrice Systems, um mit wenig Aufwand gewinnbringend zu kalkulieren.

Algorithmen steuern unsere digitalisierte Welt: Sie helfen uns bei der Suche im Internet, navigieren uns über die kürzeste Route von A nach B, empfehlen uns passende Produkte beim Online-Shopping und ermitteln gleich die passenden Preise dazu. Die Möglichkeiten sind riesig und auch in vielen Anwendungen der Medizin- und Gesundheitsbranche sind die in Programmcode geschriebenen Handlungsvorschriften nicht mehr wegzudenken.

 

Was ist ein Algorithmus?

Ein Algorithmus besteht aus einer endlichen Folge exakt definierter Handlungsvorschriften, die schrittweise ausgeführt werden, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Er beginnt mit einem Eingabewert, der das Schema durchläuft und dabei in einen Ausgabewert umgewandelt wird.

Somit stellt bereits ein Kochrezept einen einfachen Algorithmus dar. In heutigen digitalen Prozessen handelt es sich jedoch vielmehr um Rechenvorschriften, die für komplexe Berechnungen, zur Analyse großer Datenmengen (Big Data), der automatisierten Problemlösung, zum Lernen und zur Entscheidungsfindung genutzt werden.

Dabei darf ein Algorithmus nicht mit einer Programmierung verwechselt werden. Denn während ersterer als „reine“ Handlungsanweisung unabhängig von der verwendeten (Programmier)sprache ist, muss ein Software-Programm immer in einem bestimmten Code wie C# oder Java geschrieben sein.

 

Algorithmus-Schema schon lange bekannt

Die strukturierte Herangehensweise eines Algorithmus ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Schon die Höhlenmenschen haben Steine und Holz als Eingabewert genutzt, um daraus den Ausgabewert Feuer zu machen.

Der Algorithmus als solcher ist hingegen mindestens seit dem 9. Jahrhundert bekannt: In seinem Buch „Über die indischen Ziffern“ erklärt der arabische Mathematiker Al-Chwarizmi den Gebrauch indischer Zahlzeichen. Und da sein latinisierter Name Algorismi lautete, kann er sich zum stolzen Namensgeber des heute bekannten Algorithmus zählen.

 

Typische Eigenschaften von Algorithmen

Auch wenn die Bandbreite vom einfachen Kochrezept bis zum komplexen Suchalgorithmus reicht – jeder Algorithmus besitzt typische Eigenschaften, die ihn eindeutig als solchen charakterisieren:

  • Ein Algorithmus muss in seiner Beschreibung eindeutig sein
  • Jeder einzelne Schritt muss dabei ausführbar bleiben
  • Der Algorithmus muss irgendwann enden und ein Ergebnis liefern
  • Unter gleichen Voraussetzungen muss dieses Ergebnis immer gleich sein
  • Der Folgeschritt ist exakt bestimmt, es darf immer nur eine mögliche Fortsetzung geben

 

Wo kommen Algorithmen zum Einsatz?

In unserer modernen Welt ist der Algorithmus das Herzstück jedes Computersystems, jedes Anwendungsprogramms und jeder intelligenten Maschine. Als Rechen-, Steuerungs- oder Entscheidungsfindungsalgorithmen nehmen die Rechenvorschriften in sämtlichen Branchen, Industrien und in unserem alltäglichen Leben eine zentrale Stellung ein.

Spannend sind auch die Möglichkeiten, die Algorithmen für die Medizin- und Gesundheitsbranche bieten. So existiert z. B. ein Forschungsprojekt am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das mithilfe von Algorithmen und der systematischen Analyse von Gesundheitsdaten schwerwiegende Nebenwirkungen von Arzneimitteln voraussehen soll.

Forscher der Pennsylvania State University haben einen Algorithmus entwickelt, der anhand eines ausgeklügelten Vergleichs des Webseiten-Traffics illegale Fake-Apotheken enttarnen und damit Apothekenkunden schützen soll. Der entwickelte Algorithmus soll aber nicht nur die Verbraucher vor bösen Überraschungen bewahren, sondern zukünftig auch Suchmaschinenbetreibern wie Google oder Online-Versandhändlern wie Amazon dabei helfen, dubiose Anbieter zu erkennen, damit sie keine Kooperationen mit ihnen eingehen.

 

Dynamic Pricing auch für Apotheken nützlich

Mit Dynamic Pricing wird eine Preisfindungsstrategie bezeichnet, bei der Unternehmen die Preise für Produkte oder Dienstleistungen auf Basis des aktuellen Marktbedarfs anpassen können. Auch bei stationären Apotheken wird die Zahlungsbereitschaft durch viele Faktoren wie unter anderem dem Standort beeinflusst.

Ein Big-Data-Algorithmus wie bei TruePrice von Solvena kann heute schon mit Hilfe von Vergleichsdaten dutzender Apotheken automatisch den idealen Preis des eigenen Standorts berechnen. Allerdings nur für OTC-Produkte. Denn bei rezeptpflichtigen Medikamenten gilt eine gesetzliche Preisbindung, die das Dynamic Pricing grundsätzlich ausschließt.

 

Algorithmen und Künstliche Intelligenz

Die Zukunft der Algorithmen wird spannend: So werden sie zukünftigen Programmen durch das Machine Learning weiter dabei helfen, sich selbstständig zu verbessern. Und dank Künstlicher Intelligenz, die ebenso von Algorithmen hervorgebracht wird, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, die wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Die größte Herausforderung bleiben die richtige Analyse großer Datenmengen in einem bestimmten Kontext – wie bei TruePrice die richtige Preisfindung. Denn was beim Menschen die Grundlage fürs Lernen und die Intelligenz bildet, sind im Fall von Software die Daten und eine intelligente Anwendung

 

Break-Even-Point: wenn rote Zahlen schwarz werden

Wenn Erlös und Kosten gleich sind, ist er erreicht: Erfahren Sie, was der Break-Even-Point ist und wie Sie ihn berechnen können.

 

Wenn Erlös und Kosten sich das Wasser reichen, ist er erreicht: Der Break-Even-Point (BEP). Und wird er überschritten, dann heißt die Gewinnzone Sie herzlich willkommen. Aber wie berechnen Sie den Break-Even-Point? Und wie finden Sie heraus, wie viele Produkte Sie verkaufen müssen, um die eigenen Kosten zumindest zu decken?

Auch im Apotheker-Alltag kann der Break-Even-Point eine wichtige wirtschaftliche Kennzahl sein: Hier hängt die Break-Even-Kalkulation davon ab, wie viele und welche Rezepte eingelöst und von den Krankenkassen erstattet bzw. wie viele OTC- oder Freiwahl-Produkte verkauft werden.

 

Nutzen des BEP auf einen Blick:

  • Gewinnschwelle für Produkte kennen
  • Analysieren, wann sich eine Investition amortisiert
  • Indikator für den Erfolg der eigenen Geschäftstätigkeit nutzen
  • Rechtzeitig erkennen, ob das eigene Unternehmen in Schieflage gerät

Gewinnschwelle auf Produkte und mehr anwendbar

Da ein Unternehmen ab dem Break-Even zwar kostendeckend arbeitet, aber noch keine Gewinne erwirtschaftet, spricht man in Deutschland auch von der

 

Gewinnschwelle oder dem Kostendeckungspunkt.

Allgemein wird der Break-Even-Point genutzt, um zu analysieren, wann die getätigten Kosten für eine Investition wieder erwirtschaftet werden. Allerdings kommt der BEP nicht nur für einzelne Investitionen, Produkte oder eine Produktpalette als Berechnungsgrundlage zum Einsatz – genauso kann er auf das gesamte Unternehmen angewendet werden.

 

Wie lässt sich der Break-Even-Point berechnen?

Die Break-Even-Analyse hilft dabei, die Wirtschaftlichkeit von Produkten, Investitionen oder Unternehmen zu bewerten. Dabei spielen die folgenden Punkte eine Rolle, die alle einen Einfluss auf den erzielten Gewinn haben:

  • Die Absatzmenge des Produkts
  • Der Preis für das Produkt
  • Die variablen Kosten (z. B. Versandkosten)
  • Die Fixkosten (z. B. Geräte)

Hat man nun drei dieser Faktoren ermittelt, kann man für den vierten den Wert berechnen, bei dem der Gewinn gleich Null ist.

 

Break-Event-Point Formeln nutzen

Die allgemeine Formel zur Berechnung des Break-even-Points oder der Gewinnschwelle lautet:

BEP = Absatzmenge x Preis – Absatzmenge x variable Kosten – Fixkosten = 0

 

Sie haben den Preis und kennen die variablen und fixen Kosten, die mit Ihrem Produktsortiment verknüpft sind? Dann können Sie die Absatzmenge berechnen, die zu einem Gewinn von 0 führt:

Absatzmenge BEP = Fixkosten / (Preis – variable Kosten)

 

Sie haben den Absatz ermittelt und kennen die variablen wie auch die fixen Kosten? Dann können Sie mit folgender BEP-Formel auch den Preis berechnen, mit dem Sie den Break-Even erreichen:

Preis BEP = ((Absatzmenge x variable Kosten) + Fixkosten) / Absatzmenge

 

Lassen Sie sich von den Berechnungsformeln nicht abschrecken. Ohnehin erledigen heute Computerprogramme die Analyse betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, zu denen auch die Gewinnschwelle gehört.

Und wem die nackten Zahlen zur Ansicht nicht ausreichen, der kann den Break-Even-Point auch grafisch darstellen und bestimmen: Auf der x-Achse trägt man die Menge ab und auf der y-Achse den dazugehörigen Umsatz oder die Kosten. Genau an dem Punkt, an dem sich die beiden Linien schneiden, befindet sich der Break-Even-Point.

 

Der Break-Even-Point in der Apotheker-Praxis

Der Break-Even-Point gehört zu den wichtigsten Kennzahlen in der Unternehmens- und Produktplanung. Auch in der Apotheke kann er als Mittel eingesetzt werden, um die Kosten zu steuern und zu überwachen. Denn hier hängen die Erlös- und Kostenentwicklung mit der Menge der abgegebenen Arzneimittel bzw. der fertiggestellten Rezepturen von nur einer Einflussgröße ab.

So können Sie mittels einer Break-Even-Analyse wichtige Fragen beantworten: Welche maximale Anzahl an Produkten kann ich mit meinen eigenen Ressourcen verkaufen? Und welche minimale Anzahl an Produkten muss ich verkaufen, damit zumindest eine „schwarze Null“ als Ergebnis steht. Falls Sie die Schwelle dann senken und mehr Gewinn machen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verringern Ihre Fixkosten oder Sie steigern Ihre Gewinnspanne. Letzteres erreichen Sie unter anderem, wenn Sie die Preise Ihrer Waren erhöhen. Die intelligente Preisgestaltung mit TruePrice hilft dabei.

Wer Preise gewinnbringend kalkulieren möchte, muss sie im Blick behalten: Die Marge bezeichnet die Differenz zwischen dem erzielten Verkaufs- und Einkaufspreis und damit die Gewinnspanne. Was sagt die in Prozent angegebene Kennzahl aus und warum ist sie nicht mit dem Gewinn gleichzusetzen?

Bitte beachten Sie, dass wir in diesem Beitrag nicht die Besonderheiten des Rezeptumsatzes berücksichtigen. Allerdings stellen auch die Preise Ihres Frei- und Sichtwahl-Sortiments einen wichtigen Einflussfaktor für die Marge dar.

Wie berechnet man die Marge

Im Einzel- oder Großhandel ist die Berechnung der Marge leicht: Eine Ware wird zu einem bestimmten Preis eingekauft und zu einem höheren Preis weiterverkauft, wodurch eine Marge bleibt. Dabei wird die betriebswirtschaftliche Kennzahl in Prozent angeben: Wird z. B. ein Präparat für 10 Euro eingekauft und für 20 Euro verkauft, beträgt die Marge glatte 50 Prozent. Allerdings liegt der Gewinn nicht bei 10 Euro, da für dessen Ermittlung noch die Kosten abzuziehen sind, die mit dem Geschäft verbunden sind.

Bei der Marge handelt es sich also um den Betrag, der als Gewinnaufschlag beim verkaufenden Unternehmen verbleibt. Und damit ist eine entsprechende Marge erst die Basis, um überhaupt einen Gewinn erwirtschaften zu können.

Verschiedene Arten der Marge

Im Handel ist der Einkaufspreis also eine einfache Basis, von der aus sich der Verkaufspreis mit prozentualen Aufschlägen ermitteln lässt. In produzierenden Betrieben hingegen ist die Preisfindung nicht so leicht. Hier müssen noch die Kosten für die Produktion, Rohstoffe oder auch für das Marketing und den Vertrieb der Produkte in die Marge mit einberechnet werden. Somit ergeben sich noch weitere Margenarten:

Die Bruttomarge berücksichtigt die direkten Herstellkosten, die noch vom Verkaufspreis abgezogen werden. Während sich die Bruttomarge für Vergleiche von Unternehmen mit unterschiedlichen Umsatzniveaus eignet, fällt ihre Verwendung wegen spezifischer Produktionsprozesse branchenübergreifend schwerer.

Die Nettomarge berücksichtigt nicht nur die Herstellkosten, sondern alle Kosten des Unternehmens. Somit gibt sie an, wie viel Prozent des Umsatzes übrigbleiben, nachdem alle Kosten abgedeckt sind.

Die EBIT-Marge steht für die Ertragskraft eines Unternehmens und wird auch als operatives Ergebnis bezeichnet. EBIT steht für „Earnings Before Interest and Taxes” und bedeutet übersetzt: Gewinn vor Zinsen und Steuern. Somit bleiben sowohl Zinsen als auch Steuern unberücksichtigt, weshalb die EBIT-Marge auch eine gute internationale Vergleichsgröße für ganze Industriezweige darstellt.

Wie lässt sich die Marge erhöhen?

In vielen Branchen bestehen so gut wie keine Spielräume, Margen selbst festzulegen: Die Einkaufspreise stehen fest und die Verkaufspreise müssen sich am Wettbewerb orientieren. Natürlich können Sie dennoch die Preise erhöhen. Oder Sie nehmen die eigenen Kosten unter die Lupe, um durch Einsparmöglichkeiten die Marge zu steigern.

TruePrice von Solvena ist eine Lösung, die die richtigen Preise in Apotheken ermitteln kann, um die Marge zu steigern: Mit Hilfe der Berechnung aus Daten von Milliarden Apothekentransaktionen und intelligenten Algorithmen erhalten Sie damit die besten Preise für OTC-Produkte und das Freiwahlsortiment, um eine möglichst hohe Gewinnmarge bei gleichbleibend hoher Kundenzufriedenheit zu erzielen

Verschiedene Branchen, verschiedenen Margen

Produktionsintensive Industrie, Softwarebranche, Einzel- oder Großhandel – je nach Branche und Geschäftsmodell kann eine Marge pro Produkteinheit sehr hoch ein, während in anderen Branchen bereits sehr kleine Margen ausreichen, um profitabel zu wirtschaften.

So hat ein verkauftes Auto durch seinen hohen Preis zwar eine hohe Marge, wobei allerdings die Stückzahl und die Absatzmenge niedriger sind. Konsumartikel des täglichen Lebens können hingegen eine deutlich niedrigere Marge haben, werden aber auch viel häufiger verkauft.

Big Data: Wenn aus Daten Nutzen wird

Daten sind das Gold des digitalen Zeitalters. Und wir produzieren diesen Schatz überall: Wenn wir im Web surfen und fast 3,7 Millionen Suchanfragen in der Minute stellen, wenn wir mit Kundenkarten im stationären Handel einkaufen oder auch, wenn intelligente Roboter unsere Autos in der vernetzten Smart Factory produzieren. Wie bewältigen wir die digitale Datenflut? Und welchen nutzen können auch Apotheken aus Big Data ziehen?

Der Begriff „Big Data“ bezeichnet die Speicherung, Verarbeitung und Analyse von enormen Datenmengen. Dabei handelt es sich um Datenbestände, die so groß, schnelllebig oder komplex sind, dass sie sich mit herkömmlichen Methoden nicht oder nur schwer verarbeiten lassen. Dazu bedarf es spezieller Software, Algorithmen und Fachleute, die die Datensammlungen bewerten, interpretieren und Handlungsempfehlungen ableiten. Und dabei gibt es für die Menge, ab der Massendaten als Big Data zu bezeichnen sind, keine definierte Grenze.

Experten und Expertinnen gehen davon aus, dass sich die gesammelte Datenmenge alle zwei Jahre verdoppelt. Vor allem die steigende Digitalisierung und Vernetzung aller Lebensbereiche sorgen für die exponentielle Datenflut, deren Bewältigung große Herausforderungen mit sich bringt.

 3V- und 6-Modell: Herausforderungen beschreiben

Um die Herausforderungen von Big Data zu beschreiben, hat der Analyst Doug Laney in seinem 3V-Modell drei Schlüsselmerkmale definiert:

Das Volumen für die Masse an Daten, die wir Tag für Tag produzieren und austauschen

Velocity für die Geschwindigkeit, mit der Daten verarbeitet und übermittelt werden

Variety für die Vielfalt der unterschiedlichen Datenformate, die durch unterschiedlichste Endgeräte und Programme entstehen

Über die Jahre wurde dieses Model durch das 6V-Modell erweitert, das die zusätzlichen Dimensionen Validity zur Sicherstellung der Datenqualität, Veracity für die Glaubwürdigkeit der Daten und vor allem Value für deren Wert beinhaltet.

Von Big Data zum Algorithmus zur Anwendung

Wer Big Data nutzen und verarbeiten will, muss also nicht nur das riesige Datenvolumen, sondern auch die Datengeschwindigkeit und die Informationsvielfalt managen können. Ununterbrochen strömende Daten müssen erfasst, gespeichert und verarbeitet werden – und zwar nach Möglichkeit auch noch in Echtzeit.

Besitzt man die Fähigkeit, die Datenflut mit der entsprechenden Big Data-Infrastruktur zu verarbeiten, ergeben sich viele Vorteile. Unter anderem lassen sich sonst unbekannte Muster und Zusammenhänge erkennen, die Unternehmen bei der Entscheidungsfindung und Optimierung der Geschäftsstrategie unterstützen. Durch das „Forecasting“ kann Big Data sogar dabei helfen, verlässliche Voraussagen über die Zukunft zu treffen.

Wie können Apotheken von Big Data profitieren?

Indem sie ihre eigenen Kennzahlen vergleichen, um Verbesserungspotentiale zu erkennen und Entscheidungshilfen für die Preis- und Sortimentspolitik zu nutzen

Prozesse wie das Bestandsmanagement oder dynamische Preisanpassungen lassen sich durch Big Data-Analysen automatisch steuern

Das eigene Bauchgefühl bzw. die Verkaufsgespräche von Herstellern lassen sich durch fundierte Zahlen, Daten und Fakten besser verifizieren

Big Data kann dabei helfen, wertvolle Hinweise für den optimalen Standort einer Offizin zu liefern, indem etwa das regionale Fachärzte-Angebot oder die Kaufkraft miteinbezogen werden

Es können personalisierte Kaufvorschläge aus sogenannten Cross-Selling-Analysen oder einem Abgleich mit ähnlichen Käuferprofilen ermittelt werden

Fokus Dynamic Pricing: Big Data zur Preismodellierung

Klar ist, dass große Handelskonzerne und Onlinehändler aus ihren eigenen, riesigen Datenmengen schöpfen können, um daraus Nutzen zu ziehen. Aber auch in der Software einer Vor-Ort-Apotheke existieren bereits viele Daten, die Einkäufe- und Verkäufe, Lagerbestände oder den Kundenstamm beschreiben. Das Problem ist, dass die meisten Offizinen diese Informationen nicht gewinnbringend nutzen können oder die Menge der Daten noch zu gering ist.

Allerdings haben auch kleinere Vor-Ort-Apotheken die Möglichkeit, auf große Datenpools externer Anbieter zurückgreifen, die sich mit den passenden Big Data-Technologien gewinnbringend nutzen lassen. TruePrice von Solvena ist solch eine Lösung: Mit Hilfe der Berechnung aus Daten von Milliarden Apothekentransaktionen und intelligenten Algorithmen können Apothekeninhaber die besten Preise für OTC-Produkte und das Freiwahlsortiment erhalten, um damit eine möglichst hohe Gewinnmarge bei gleichbleibend hoher Kundenzufriedenheit zu erzielen.

 

Was bringt die neue Datenökonomie?

Sie merken: Es lohnt sich, bei der Preisgestaltung auf Big Data und Technologien zu setzen, die sowohl die regionale Marktsituation, Verfügbarkeit und die Begehrlichkeit von Produkten miteinbeziehen. So sind Sie in der Lage, schnell und gewinnbringend zu reagieren, wenn bei bestimmten Produkten höhere Preise toleriert werden.

 

Und generell werden solche wie auch weitere Datenökosysteme in vielen gesellschaftlichen und geschäftlichen Bereichen immer wichtiger – ob in der Verkehrssicherheit, Gesellschaft, Medizin, dem Handel oder in der Industrie: Die Anwendungsmöglichkeiten von Big Data sind fast unbegrenzt – Daten werden dabei helfen, drängende Probleme zu lösen und die Wertsschöpfung vieler Prozesse zu steigern. Was dabei aber nicht vergessen werden darf, ist die ethische Komponente: Was ist mit dem Datenschutz? Und darf ein Algorithmus aus Gesundheitsdaten berechnen, wer eine Lebensversicherung erhält?

 

Amazon macht es vor, viele Einzel- und Großhändler ziehen nach. Und schon lange können Verbraucher auch Arzneimittel online suchen, bestellen und bis zur Haustür liefern lassen. Laut ABDA hat der Versandhandel im Bereich der Selbstmedikation bereits einen zweistelligen prozentualen Marktanteil erreicht. Generell wird das Online-Shopping immer beliebter und damit einhergehend steigt auch das Angebot im E-Commerce.

Was ist E-Commerce?

Der Begriff E-Commerce steht für „Electronic Commerce“ und kann mit „Elektronischer Handel“ übersetzt werden. Er umfasst den gesamten Handelsverkehr im Internet, also den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über digitale Plattformen. Auch die dafür benötigten Bezahl- oder Warenwirtschaftssysteme gehören dazu. Letztere sorgen z. B. im Online-Shop einer Apotheke dafür, dass jeder Medikamenten-Verkauf registriert und der Lagerbestand wieder aufgefüllt wird.

Umgangssprachlich wird der Begriff E-Commerce eher selten genutzt. Gebräuchlicher ist das Synonym Online-Shopping, das von den meisten Menschen verwendet wird, wenn sie im Web einkaufen.

Was ist eine E-Commerce-Software?

Die E-Commerce-Software ist das Betriebssystem des Online-Shops. Sie ermöglicht es Kunden, online einzukaufen und eingehende Bestellungen zu verwalten. Dabei bildet das Backend den Teil, auf den ausschließlich der Betreiber sowie andere Berechtigte zugreifen können, während das Frontend den „sichtbaren“ Teil für die Kunden des Online-Shops darstellt.

Bekannte Online-Shop-Systeme sind unter anderem Shopify oder auch Plattformangebote wie WooCommerce, Shopware und Magento. Dazu bieten viele Anbieter auch Plug-ins an, um E-Commerce-Funktionalitäten in ein bestehendes Content Management System zu implementieren. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, die eigenen Produkte über große Online-Marktplätze wie Amazon oder eBay zu verkaufen.

Vorteile und Nachteile von E-Commerce:

Mehr Kunden als in der Vor-Ort-Apotheke erreichen

Online-Shops haben rund um die Uhr geöffnet

Evtl. Kundenbedenken bezüglich Sicherheit und Privatsphäre

Weniger persönlicher Kunden-Interaktion und -Dialog

Betrieb eines Onlineshops verursacht zusätzliche Kosten und Aufwände

 

Warum eine E-Commerce-Strategie wichtig ist

Wer online erfolgreich handeln möchte, sollte eine klare E-Commerce-Strategie verfolgen. Zuerst geht es immer darum, seine Zielkunden möglichst genau zu kennen, um die Relevanz des eigenen Online-Shops zu steigern.

Denn anders als im stationären Handel reicht online schon ein Klick, um den „Laden“ in Sekundenschnelle zu wechseln. So sollte man einen oder mehrere Idealkunden (Buyer Persona) erstellen, um die Zielgruppe detailliert abzubilden und zu verstehen. Zur Messung des Besucherverhaltens auf der E-Commerce-Plattform werden dann spezielle Analytics-Tools genutzt. Sie bilden die Customer Journey anonymisiert ab und helfen dabei, mögliche Stolpersteine – wie z. B. Warenkorb-Abbrüche ­– aus dem Weg zu räumen.

Grundsätzlich muss die Online-Shop-Strategie also immer auf die Herausforderungen und Probleme der Zielkunden ausgerichtet sein, um das eigene Angebot so relevant wie möglich zu gestalten. Oder anders ausgedrückt: Je besser Sie wissen, wo und wie Ihre Zielgruppe mit Ihnen interagiert, desto besser können Sie sicherstellen, dass die Kundenerfahrung, Preisgestaltung, Produktbeschreibungen und das Branding über mehrere Kanäle (stationär, online, Social Media, etc.) einheitlich sind.

Online-Apotheken und die Zukunft des E-Commerce

Ganz gleich, ob man sich reine Marktplätze wie Amazon oder Online-Shops von Marken oder Versandhändlern anschaut – der via E-Commerce gemachte Umsatz nimmt stetig zu. Das gilt auch für den Onlinehandel mit Medikamenten, bei dem durch die Zulassung von Versandapotheken in weiteren europäischen Ländern allein für das OTC-Segment ein starkes Wachstum erwartet wird.

Allerdings fürchten viele, online die für den ökonomischen Erfolg so wichtige Kundenbindung zu verlieren. Das muss aber nicht sein: Denn ein Webshop lässt sich im eigenen Markendesign personalisieren und mit zusätzlichen Funktionen wie einem Live-Chat oder einem speziellen Ratgeberbereich ausstatten. Und nach wie vor wissen viele Kunden immer noch die persönliche Beratung in der Vor-Ort-Apotheke zu schätzen – ganz besonders dann, wenn sie ein Rezept einlösen müssen.

Wenn Sie in einen Kommissionierautomaten investieren, müssen Sie das dafür ausgegebene Geld wieder reinholen. So amortisiert sich der neue Helfer vielleicht, indem er Arbeitsabläufe automatisiert und effizienter macht. Was bedeutet Amortisation und wie kann ich damit bessere Investitionsentscheidungen treffen?

Was bedeutet Amortisation?

Als Amortisation wird der Prozess bezeichnet, während dem sich die getätigten Investitionen durch die aus ihnen erzielten Gewinne wieder decken. Wenn der durch eine Investition erwirtschaftete Gewinn also genauso hoch ist wie die Kosten der Anschaffung, hat sie sich amortisiert.

 

Im Beispiel des Kommissionierautomaten könnten Sie also die Zeitersparnis im Front- und Backoffice sowie die Erhöhung des Kundendurchsatzes in einen finanziellen Gewinn umrechnen. Vielleicht kommen Sie aber auch zu dem Schluss, dass der Kommissionierer gar nicht ausgelastet werden kann und sich die Investition somit nicht lohnt. In beiden Fällen hilft Ihnen die Berechnung der Amortisation, die richtige Entscheidung zu treffen.

Dabei stammt der Begriff vom französischen Wort „amortir“ ab, was übersetzt so viel wie „tilgen“ bedeutet. So spricht man auch von einer Amortisation, wenn es sich um eine ratenweise Tilgung eines festgelegten Zahlungsplans handelt.

 

Amortisationsrechnung bestimmt Zeitspanne

Oft genug stellen wir uns die Frage, ob wir uns für oder gegen eine neue Anschaffung entscheiden sollen. Und oft genug gewinnt dabei unser Bauchgefühl die Oberhand. Eine Amortisationsrechnung kann uns im Vorfeld der Entscheidungsfindung dabei helfen, voraussichtliche Zahlen und rationale Argumente als Grundlage heranzuziehen.

Dabei stellt die Amortisationsrechnung (Kapitalrückflussrechnung) ein Verfahren der statischen Investitionsrechnung dar: Sie vergleicht den Zeitraum, über den die getätigten Ausgaben wieder eingenommen werden (Kapitalrückfluss) durch die eigentliche Amortisationszeit. Und so beantwortet sie die Frage: Wie lange dauert es, bis das für die Investition ausgegebene Geld wieder reinkommt?

 

Durchschnitts- und Kumulationsmethode

Mit der statischen Amortisationsrechnung findet man also heraus, welche Investition sich am „schnellsten“ lohnt. Mit dem Vorteil, dass sich durch solch eine Wahl die Kapitalbindungsdauer reduzieren und auch das Risiko von Ausfallzahlungen geringhalten lässt, was wiederum die Liquidität und Sicherheit der Investition erhöht. Um die Amortisationsdauer zu berechnen, werden zwei verschiedene Verfahren angewandt:

Die Durchschnittsmethode, die nur bei konstanten Jahresüberschussen zum Einsatz kommt, also wenn der jährliche finanzielle Rückfluss zur Deckung der Anschaffungskosten immer gleich ist.

Die Kumulationsmethode, die auch bei unterschiedlichen Jahresüberschussen zum Einsatz kommt und bei der die jährlichen Rückflüsse so lange addiert werden, bis die Gesamtsumme der Summe der Investition entspricht.

 

Was ist die Amortisationszeit?

Mit der Amortisationszeit wird die benötigte Zeitspanne bezeichnet, bis die getätigte Investition vollständig gedeckt ist. Und eben die lässt sich durch die oben beschriebene Amortisationsrechnung im Vorfeld bestimmen. Somit dient sie als entscheidende Größe zur wirtschaftlichen Beurteilung von Investitionsprojekten. Anders betrachtet, nimmt man mit einer Amortisationsrechnung immer auch eine Risikobetrachtung vor.

Denn ein Unternehmer kann nie garantieren, dass die bei der Entscheidungsfindung prognostizierten Gewinne sich auch tatsächlich in der erwarteten Höhe einstellen. Und daher ist der Zeitpunkt, zu dem er zumindest sein eingesetztes Kapital zurückerhält, von großem Interesse.

Der Betrieb einer Apotheke erfordert umfangreiche Investitionen. Solche, die dabei helfen, die Mindestanforderungen ans Qualitätsmanagement, die Patientenfreundlichkeit und Alltagstauglichkeit zu erfüllen. Und solche, die durch zusätzliche Services oder neue Technik den eigenen Ertrag optimieren können.

Was ist eine Investition?

Unter einer Investition versteht man die mittel- oder langfristige Bindung von Kapital in materiellen oder immateriellen Vermögensgegenständen, um in der Zukunft höhere Umsätze und Gewinne zu erwirtschaften.

Dabei gilt es zu betrachten, ob die Kapitalbindung zu Lasten der Liquidität des eigenen Unternehmens gehen könnte und somit eine Gefährdung darstellt oder ob es lohnende Alternativen gibt – z. B. durch das Leasing eines PKWs zur Auslieferung von Medikamenten, dass in bestimmten Fällen sinnvoller als der Kauf sein kann.

Beispiele für Investitionen von Apotheken:

Anschaffung eines Kommissionierautomaten, um Wartezeiten zu senken, Beratungszeiten zu erhöhen und Mehrverkäufe zu generieren

Investition in Immobilien, wie z. B. den Kauf eines Ladenlokals

Investition in Fahrzeuge zum Ausliefern von Medikamenten

Investition in Geräte und Werkzeuge, wie z. B. Blutzuckermessgeräte

Investition in IT und digitale Technologie, wie z. B. Click & Collect oder digitale Warenwirtschaftssysteme

 

Materielle versus immaterielle Investitionen

Investieren bedeutet also, Wirtschaftsgüter gezielt zu erwerben, die dem eigenen Unternehmen in der Regel mehrere Jahre für betriebliche Zwecke nutzen und einen Mehrwert erwirtschaften sollen. Das ist vor allem deshalb wichtig, um langfristig erfolgreich zu bleiben und gegenüber dem Wettbewerb zu bestehen. Dabei unterscheidet man zwischen materiellen und immateriellen Gütern wie auch Finanzanlagen.

Erstere haben wir Ihnen bereits bei den Beispielen oben genannt. Bei den immateriellen Gütern kann es sich hingegen um Investitionen in Lizenzen, Patente, Fortbildungen oder auch Konzessionen handeln. Eine Investition in eine Finanzanlage bedeutet wiederum, dass Unternehmen ihr Anlagevermögen erhöhen – z. B. durch Wertpapiere oder Unternehmensbeteiligungen, die längerfristig gehalten werden sollen.

 

Wann amortisiert sich eine Investition?

Das erste Ziel einer jeden Investition ist, dass sie sich amortisiert. Und der Prozess, während dem sich die getätigten Investitionen durch die aus ihnen erzielten Gewinne wieder decken, wird als Amortisation bezeichnet. Sprich: Wenn die Kosten der Anschaffung exakt dem erwirtschafteten Gewinn entsprechen, hat sich die Investition amortisiert.

Um das und langfristig sogar Gewinne zu erreichen, erfordert jede Investition einen sorgfältigen Entscheidungsprozess, in dessen Mittelpunkt die Investitionsrechnung steht. Dabei werden die Auswirkungen auf die monetären Unternehmensziele wie die Rentabilität oder Wertsteigerung erfasst. Zum anderen fließen auch nicht monetäre Aspekte wie z. B. Marktanteilswachstum, soziale oder auch Umweltziele in die Entscheidungsfindung mit ein, aber nicht in die Investitionsrechnung.

Die Amortisationsrechnung ist ein Verfahren der statischen Investitionsrechnung: Sie vergleicht den Zeitraum, über den die getätigten Ausgaben wieder eingenommen werden (Kapitalrückfluss) durch die eigentliche Amortisationszeit. So beantwortet sie die Frage: Wie lange dauert es, bis das für die Investition ausgegebene Geld wieder reinkommt?

Was ist die dynamische Investitionsrechung?

Die dynamischen Verfahren zur Investitionsrechnung verfolgen denselben Zweck wie die statischen. Nur mit dem zusätzlichen Vorteil, dass sie alle zukünftigen finanziellen Auswirkungen und Änderungen der Zahlungsströme über den Zeitraum der Amortisation umfassen.

Dabei kommt der Kapitalwert ins Spiel, der auch als Netto-Barwert bezeichnet wird (im englischen Net Present Value, NVP). Die Kennzahl dient dazu, den Wert zukünftiger Ein- und Auszahlungen zum aktuellen Zeitpunkt zu erfassen. So werden Investitionsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Rentabilität in verschiedenen Berechnungsperioden vergleichbar.

Investieren und Vermögen zielgerichtet verwenden

Investieren oder nicht investieren? So lautet meist die entscheidende Frage, wenn man vor der Anschaffung materieller oder immaterieller Güter steht. Klar ist jedenfalls: Wer in einem umkämpften Markt bestehen möchte, sollte Investitionen nicht scheuen, um die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern. Dabei sollte man einen sorgfältigen Entscheidungsprozess durchlaufen und vor allem die Mittel der Investitionsplanung- und Rechnung nutzen.

Wägen Sie immer gut ab: Was bringt es mir mittel- bis langfristig ein? Lohnt es sich, das vorhandene Kapital zu binden oder gibt es Alternativen, die sinnvoller sind? Stimmen die Zahlen und vor allem auch das Bauchgefühl? Dann steht einer Investition eigentlich nichts mehr im Weg.

Wer möchte kein Gewinner sein? Ganz besonders dann, wenn es um Erfolg im unternehmerischen Sinne geht? Und eine wichtige Kennzahl, an der sich zumindest das wirtschaftlich Erreichte bemessen lässt, ist der Gewinn. Wie wird er berechnet? Und was sagt er über Unternehmen aus?

 

Vereinfacht ausgedrückt, sagt der Gewinn aus, wieviel ein Unternehmen in einer bestimmten Zeitperiode „verdient“ hat. Sprich: Welcher Überschuss erwirtschaftet wurde. Dabei ist die Höhe des Gewinns nicht nur für die interne, sondern auch für die externe wirtschaftliche Beurteilung eines Unternehmens eine entscheidende Größe.

Wie berechnet man den Gewinn?

Die Berechnung des Gewinns könnte simpler nicht sein – in der Betriebswirtschaft wird die folgende einfache Formel verwendet:

 

Umsatz (Einnahmen) – Kosten (Ausgaben) = Gewinn

 

Unter dem Umsatz einer Apotheke lassen sich z. B. die Erlöse aller Artikelverkäufe oder auch die Einnahmen durch zusätzlich angebotene Dienstleistungen zusammenfassen.

Die Kosten gliedern sich in den Einkaufpreis der Artikel und die Ausgaben für das Personal, die Miete, Material- und Marketingaufwendungen u. v. m. Ist das Ergebnis positiv, herzlichen Glückwunsch: Sie haben einen Gewinn erwirtschaftet.

Großes Plus gleich wirtschaftlicher Erfolg?

So einfach ist die Rechnung dann aber doch nicht. Denn auch, wenn die Gewinn/Verlust-Rechnung ein verlässlicher Indikator für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist, müssen noch weitere Faktoren in die Beurteilung einfließen.

So kann es saisonale Schwankungen geben, die den Gewinn einer bestimmten Periode schmälern, während er in einer anderen überdurchschnittlich hoch ist. Oder es wurden wichtige Investitionszahlungen getätigt, die den aktuellen Gewinn aktuell zwar schmälern, den zukünftigen aber erhöhen.

Was ist der bereinigte Gewinn?

Die Gewinnrechnung besagt also, dass steuerlich relevanter Gewinn nur dann vorliegt, wenn die Umsatzerlöse die Kosten übersteigen. Sprich: Wenn ein Plus als Vorzeichen im Ergebnis steht.

Um aber die oben genannten Effekte und noch andere wirtschaftliche Faktoren, die nicht dem eigentlichen Betriebszweck zuzuordnen sind, mit einzubeziehen, bietet sich die Ermittlung des bereinigten Gewinns an. Vor allem dann, wenn Unternehmen auch mit weiteren Tätigkeiten Gewinne erzielen oder eben auch Verluste erleiden – wie es z. B. beim Handeln mit Aktien oder anderen Wertpapieren der Fall ist.

So werden für den bereinigten Gewinn einmalige Sonderposten aus dem Jahresabschluss herausgerechnet, wodurch eine Ergebnisbereinigung entsteht. Mit dem Vorteil, dass sich auch vergangene Rechnungsperioden und einzelne Geschäftsabschnitte besser miteinander vergleichen lassen.

Warum der Gewinn für Unternehmen so wichtig ist

Ganz einfach, weil die Einführung neuer Produkte, die Preisgestaltung, der Ablauf von Prozessen, die Einstellung und Entlassung von Mitarbeitern und generell die gesamte Geschäftstätigkeit bei marktwirtschaftlich agierenden Unternehmen darauf ausgerichtet sein sollte, Gewinn zu erzielen.

 

Und während kostensenkende oder umsatzsteigernde Maßnahmen direkt und kurzfristig den Gewinn steigern, können Strategien­ – z. B. zum Ausbau von Marktanteilen – dies zwar langfristig tun, aber zuerst Verluste mit sich bringen. Gewinne sind auch nötig, um bestandserhaltende Investitionen zu tätigen und damit dauerhaft auf einem wettbewerbsfähigen Kurs zu bleiben. Ganz klar: Ohne Gewinn können Unternehmen auf Dauer nicht überleben.

Wie Sie den Gewinn hochhalten können

Obwohl der Großteil des Umsatzes der Apotheken auf die Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln entfällt, stellen auch OTC Präparate und das Freiwahlsortiment einen entscheidenden Baustein für die Höhe des Gewinns dar. Und werden hier die Bedürfnisse der Kunden nach angemessenen Preisen und guter Qualität nicht berücksichtigt, wird sich das beim Umsatz und damit beim Gewinn bemerkbar machen. TruePrice kann hier auf Basis der Analyse von Tausenden an Daten den bestmöglichen Preis für Ihren Standort zu ermitteln.

Auf der anderen Seite sollten die Kosten so gering wie möglich gehalten werden, wobei auch hier auf eine gewisse Balance zu achten ist: Werden Mitarbeiter nicht angemessen bezahlt, kann sich das negativ auf die Servicequalität und damit auf den Verkauf, Umsatz und letztendlich Gewinn auswirken. Schätzen Sie also immer realistisch ein, wo unnötige Kostentreiber liegen und wie die sich ausmerzen lassen.